Verbot von "Gewaltspielen"

  • hab grade in frontal 21 im zdf einen bericht über sogenannte "gewaltspiele" gesehen. es wurde auch gesagt das in bayern solche spiele ganz verboten werden sollen. und ich kann mir vorstellen das wenn bayern das macht die anderen bundesländer auch bald nachziehen werden. da ich mich für solche spiele eigentlich nich interessiere is mir das nich so wichtig, aber wahrscheinlich interessiert das viele andere hier auf diesem board.

  • habe mich auch geärgert wie undifferenziert und einfach schlecht der kurze bericht von frontal 21, das ich eigentlich ganz gut finde, das thema rübergebracht hat. gegenüber früheren diskussionen über die jahre hinweg hat sich trotz vieler engagierter statements oder leserbriefe von spielern rein gar nichts geändert. arm.

  • Quote

    Original von MaxPower
    aber wahrscheinlich interessiert das viele andere hier auf diesem board.


    Achso, ok...
    Naja, das Thema ist ja schon länger angesagt..
    Vor einiger Zeit ist ja angeblich ein Mord, wegen einem Spiel passiert..[QUELLE]
    Ich denke, dass die Gefahr der Videospiele von vielen Medien falsch eingestuft wird und ums zehnfache vergrößert wird - ich glaube nicht, dass ganz u. allein das Spiel Manhunt dafür verantwortlich gesprochen wird, sondern jediglich als ein Faktor gilt, der dazu beitrug, allerdings brauchen die Medien u. Zeitungen neue Skandale/News u. verzerren somit die eigentliche Wirklichkeit.
    Ich weiche jetzt zwar vom Thema ab, aber nunja kann mir nicht vorstellen, das nur weil in Bayern Spiele verboten werden, gleich der ganze Rest nachzieht.. Warum auch? So gesehen müssten doch auch Filme die übertriebene Brutalität widerspiegeln verboten werden..


    "Ja, so ist das. Wenn man was im Kopf hätte, wär man schließlich kein Fußballer geworden."


    (Rene Rydlewicz, Fußballprofi)

  • Diese Diskussion über "Gewaltspiele" ist fast so alt wie die Computerspielebranch selbst. Ich habe noch viele Zeitschriften aus der alten Powerplay- und ASM-Zeit Anfang der 90er Jahre. Da ging es während des Golfkrieges darum, ob Kriegsspiele am Computer moralisch vertretbar wären, so als ob diese Dinge irgendetwas miteinander zu tun hätten :rolleyes:


    Seit damals scheint sich nichts geändert zu haben. Am lautesten gegen diese ach so brutalen Spiele schreien immer die, die Computerspiele selbst nur vom Hörensagen kennen, oder deren Wissen darüber bei Solitär und Moorhuhnjagd aufhört. Von einem Politiker habe ich zu dem Thema noch nie irgendeine halbwegs intelligente Wortmeldung gehört.


    Dabei ist die Sachlage ja ganz einfach:

    • Kein Mensch kommt zu Schaden, wenn ein paar Pixel am Bildschirm erschossen, abgestochen oder atomisiert werden.
    • Die Bilder in den Fernsehnachrichten sind schon viel brutaler als alles, was man in den üblichen "Gewaltspielen" zu sehen bekommt. GWBs "Anti-Terror-Kampf" im Irak sei Dank...
    • Niemand läßt sich von einem Computerspiel so beeinflussen, daß er im echten Leben zur Waffe greift - und wenn er doch geistig so gestört ist, dann läßt er sich von allem beeinflussen; dann müßte man gleich Fernsehen und Internet mitverbieten.
    • Bei den meisten dieser verpönten Spiele liegt der Reiz nicht im Töten virtueller Figuren, sondern in der Beherrschung der Spielfigur. Ich spiele selbst keine 3D-Shooter (aus ganz anderen Gründen), aber ich habe gehört, daß man dort sogar Blutspritzeffekte abschalten kann, um bessere Sicht zu haben, oder etwas in der Art. Gleiches läßt sich über diverse Echtzeitstrategiespiele sagen: Welcher gute Spieler spielt die schon, nur um Massenmord an einer virtuellen Armee zu begehen? Da stehen die Taktik und die Intelligenz im Vordergrund, nicht das Betrachten verwesender Körper und explodierender Panzer.

    Was kleine Kinder betrifft: da bin ich mir nicht sicher. Ich habe als Kind oft meinem Bruder bei ziemlich brutalen Spielen am C64 zugesehen (Commando, Operation Wolf, Green Beret... :)), aber offenbar habe ich keinen geistigen Schaden davongetragen. Allerdings wäre es mir selbst nicht recht, wenn ich Kinder hätte und die sowas spielen würden. Man müßte halt dafür sorgen, daß die Altersbeschränkungen auch eingehalten werden. Dafür sind aber in erster Linie die Eltern verantwortlich, nicht der Staat.

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

  • Ich finde die sollten sich lieber um wichtigere Dinge kümmern als um Gewltspiele. Ich kenn niemanden der von so einem Spiel Schaden genommen hat. Nur weil da einmal ein Mord passiert ist. Es passieren täglich so viele Morde, das man nicht gleich über Gewaltspiele streiten darf nur weil mal einmal deswegen was passiert ist. Ich reagiere mich an solchen Spielen eher ab. Die meisten bestimmt hier auch.
    Also:
    @ Politiker: Lieber um wirklich wichtige Sachen kümmern.

  • find ich ein bisschen übertrieben. als nächstes baut einer einen unfall und dann stellt sich herraus das der needforspeed spielt und dann werden rennspiele verboten. das folgt dann als nächstes.

  • In diesem Bericht wurde auch bemängelt, dass sich Kleinkinder ohne weiters Doom3 im Laden kaufen können. Das finde ich auch nicht gut - aber da kann man doch ganz einfach was gegen tun:


    1. In richtigen Videospiel-Läden sollen die Kinder einfach einen Pass vorzeigen - wenn sie das nicht können, kriegen die einfach kein Doom3, und färdich is' der Lack!!!!!!!!!


    2. In größeren Läden sollen die Kassierer einfach auf eine ca. 2cm große Rot-weiße Raute achten, die echt nicht zu übersehen ist. (FSK ab 18 oder was da druff steht) . Mann stellt einfach ein 1mal1 Meter großes Schild hinter den Kassierautomaten auf dem steht: "Bitte, keine FSK18-Spiele oder Splatter-Movies an Kinder verkaufen!"
    Daran muss sich einfach gehalten werden und Probleme dieser Art sind vom Tisch, ey!!!! X(


    Zack, Problem erledigt :] ... die Regierung wird wahrscheinlich wieder eine Millionen teure Kampagne oder sonstwas aufstellen, die wieder nix bringt ... :]

    "Wir alle sind Riesen, die von Zwergen erzogen worden sind und uns deshalb angewöhnt haben, stets mit einem Buckel herumzulaufen."

  • Quote

    Original von Hacki
    [*]Kein Mensch kommt zu Schaden, wenn ein paar Pixel am Bildschirm erschossen, abgestochen oder atomisiert werden.


    das problem entsteht allerdings, wenn spieler nicht mehr zwischen real und virtuell unterscheiden können. außerdem geht es nicht um materiellen schaden (kalt formuliert), sonder um die psyche der spieler.

    Quote

    Original von Hacki
    [*]Die Bilder in den Fernsehnachrichten sind schon viel brutaler als alles, was man in den üblichen "Gewaltspielen" zu sehen bekommt. GWBs "Anti-Terror-Kampf" im Irak sei Dank...


    "GWB" hat auch die gewalt erfunden. wenns keinen irakkrieg gebe, würde ma n über einen rebellenaufstand in blubberien berichten...



    Quote

    die regierung redet doch nur und setzt nichts um


    und du drischst nur parolen.
    und wenn was geändert wird, wird gemckert, dass man mehr hätte überlegen müssen.
    blabla

  • Der Mann von der USk ist der einzige der Ahnung hat und seinen Job gut macht. Die ganzen Tatsachen werden falsch dargestellt. Man man...bei so einem Bericht kriegt man echt Aggressionen. Auch wenn ich kaum noch am Computer daddel... Ich weiss echt nicht wo sie die Jugendlichen her haben und warum sie ihnen offen in diesem Bericht ab 18 käufliche Spiele zugänglich machen... aber dass GTA für Großmutter-Terror-Akt steht ist ja allgemein bekannt...autsch. Eine Stimmungsmachen die seinesgleichen sucht. Vor allem da diese Thema für Aussenstehende ja schwer zu beureilen ist.

  • Oh man, jetzt hab ich auch endlich mal den Bericht gesehen. Wirklich selten dumm, dieser Beitrag. Also erstmal lassen wir ein paar 12-Jähgrige ein Spiel ab 18 spielen und sie dann Kommentare ablassen wie "Ich find das Spiel toll, weil das Blut besser spritzt". Später nochmal einen Deppen ins Bild schicken, der sagt "Bei GTA gehts nicht um Aufträge, sondern nur um sinnlos in der Stadt metzeln" Dazwischen noch ein paar mal "Erfurt" erwähnen und ein paar Bilder wie da Opfer versorgt werden zeigen um noch ein paar Emotionen zu wecken und schon sind tausende Eltern der Meinung Videospiele zerstören ihre Kinder. Man hätte ja auch nicht mal irgendwelche Jugendliche mit intelligenter Meinung befragen können, stattdessen hat man dem einzigen ,der wusste was Sache ist Sachen gefragt für die er überhaupt nicht zuständig ist.

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    Original von Matratze
    ngs, wenn spieler nicht mehr zwischen real und virtuell unterscheiden können.


    Wenn man nicht mehr "zwischen real und virtuell unterscheiden" kann, wie es so oft heißt, dann ist man geisteskrank und auch hunderten anderen Umwelteinflüssen wie Fernsehen und Internet hilflos ausgeliefert. Gibt es überhaupt verläßliche psychologische Untersuchungen, die beweisen können, daß ein gewalttätiges Computerspiel einen Menschen selbst gewalttätiger werden lassen kann? Ich bezweifle das stark. Ich würde mich sogar zur Behauptung versteifen, daß man damit Aggressivität abbauen kann.


    Die bestehenden Jugendschutzgesetze sind völlig ausreichend; sie müssen nur besser durchgesetzt werden. Mehr Einmischung durch den Staat ist abzulehnen.


    (Ein Remake von Itchy & Scratchy & Marge zu dem Thema wäre übrigens interessant: Marge gegen Gewalt in Computerspielen...)

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

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    Original von Hacki
    Ich würde mich sogar zur Behauptung versteifen, daß man damit Aggressivität abbauen kann.


    gibt es dafür wissenschaftliche psycologische... blablablab

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    Die bestehenden Jugendschutzgesetze sind völlig ausreichend; sie müssen nur besser durchgesetzt werden. Mehr Einmischung durch den Staat ist abzulehnen.


    da stimm ich dir komplett zu, aber die gefahr und der einfluss von gewaltdarstellung jelicher art (und speziell, wenn man persönlich damit konfrontiert wird) auf die psyche is sehr hoch. die hetze der medien beruht lediglich auf der tatsache, dass kranke potentielle (und auch reelle) amokläufer die spiele installiert haben, wobei nicht eins die folge des anderen ist, sondern beide die folge einer ursache, die ich mal ganz abstrakt ähh.. "wut" nenne.

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    Original von Matratze


    gibt es dafür wissenschaftliche psycologische... blablablab


    nix blabla... :P


    Gibt es durchaus, hatte mal irgendwo einen Bericht von einem Psychologen rumliegen der genau das Untersucht haben will, mit eben jenem Ergebnis... mal rumkramen, vielleicht find ich ihn...

  • pfff, naja - also Ich werd' Frontal 21 weiterhin gucken - sonst ist diese Sendung doch voll in Ordnung ...


    Quote

    aus welcher zeitung is das?


    Das ist nur'n Gag. :rolleyes:

    "Wir alle sind Riesen, die von Zwergen erzogen worden sind und uns deshalb angewöhnt haben, stets mit einem Buckel herumzulaufen."

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