FABF13 | Die erste Liebe

  • Bewertung von FABF13 (Noten-System!) 0

    1. 6 - ungenügend (0) 0%
    2. 5 - mangelhaft (0) 0%
    3. 4 - ausreichend (0) 0%
    4. 3 - befriedigend (0) 0%
    5. 2 - gut (0) 0%
    6. 1 - sehr gut (0) 0%

    P-Code: FABF13
    Englischer Titel: The Way We Weren't
    Deutscher Titel: Die erste Liebe


    Ausstrahlung USA: 09.05.2004
    Ausstrahlung DE: 19.02.2005


    Einschaltqouten (Erstausstrahlung):
    Gebiet: D + EU
    Zielgruppe: Zuschauer ab 3 Jahren
    Folgt per Edit...


    Werberelevante Zielgruppe: Zuschauer von 14 - 49 Jahren
    Folgt per Edit...


    Inhalt:
    [Spoiler_Beta]Beim Erinnern an alte Zeiten, bemerken Marge und Homer, daß sie sich bereits als 10jährige kennen und lieben lernten. Nette Rückblenden und viele bekannte Springfielder als Kinder prägen diese Folge[/Spoiler_Beta]


    Weiterführende Links:
    FABF13 Information+Multimedia @ ULOC
    S15 Episoden-Guide @ ULOC
    Einschaltquoten-Statistik der 15.Staffel


    Reviews und Bewertung:
    Für Notenbewertungen verwenden wir dasselbe System wie schon aus drts bekannt.
    Folgende Tabelle zeigt euch mit wievielen Punkten ihr welche Note vergebt:


    Code
    1. Punkte : 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01 00
    2. --------------------------------------------------------
    3. Note : 1+ 1 1- 2+ 2 2- 3+ 3 3- 4+ 4 4- 5+ 5 5- 6

    Am Ende eures Reviews bitte den Punkte-Wert in der Form "Punkte:[ ]" anfügen. (Den Wert in die eckige Klammer schreiben)
    Außerdem ist es erwünschenswert in der Umfrage abzustimmen.
    Wie bei den S14-Notenthreads werden Noten, in der richtig angebenen Form (siehe oben - Punktesystem), zu den drts Noten gezählt sofern es dort wieder Notenthreads geben sollte.


    Dieses Posting gibt es jede Woche zu der jeweils neuen Episode
    Also dann - schönes Bewerten und Review schreiben!


    Schon gelaufene S15-Episoden:
    EABF18 - Wiedersehen nach Jahren
    EABF20 - Die Perlen-Präsidentin
    EABF22 - Die Queen ist nicht erfreut!
    EABF19 - Der Dicke und der Bär
    FABF01 - Krustys Bar Mitzvah
    EABF21 - Todesgrüße aus Springfield
    FABF03 - Marge gegen Singles, Senioren, kinderlose Paare, Teenager und Schwule
    FABF04 - Häuptling Knock-A-Homer
    FABF05 - Fantasien einer durchgeknallten Ehefrau
    FABF06 - Geschichtsstunde mit Marge
    FABF07 - Milhouse lebt hier nicht mehr
    FABF09 - Klug & Klüger
    FABF02 - Eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte
    FABF08 - Rat mal, wer zum Essen kommt
    FABF10 - Marge im Suff
    FABF11 - Die Verurteilten
    FABF12 - Hochzeit auf klingonisch
    FABF14 - Auf der Flucht
    FABF15 - Der Tortenmann schlägt zurück


    Auswertung der Review-Noten (NeSp):
    Gewertete Teilnehmer: 10
    Punktedurchschnitt: 11,3

  • Das war ja mal ne richtig schöne Episode :love:
    Ich war schon immer eine Freundin von Rückblicksepisoden, und diese war absolut zauberhaft :]


    Die Springfield-Einwohner als Kinder/Jugendliche zu sehen war in der Tat sehr amüsant, allerdings haben die Sprecher manchmal die ganz normalen Stimmen genommen, statt diese etwas kindlicher zu sprechen. Aber wer weiß, ob die Fähigkeiten der Sprecher heute überhaupt noch hoch sind, sag ich mal.


    Sehr gelacht hab ich bei Moe, der ins Telefon geflucht hat =)


    Gab eigentlich kaum was, was mir nicht gefallen hat.
    Auch Marges Schmerz über die verlorene erste Liebe damals fand ich sehr schön, und auch Homer war schön dargestellt, wie leid es ihm doch tat.


    Und der Schluss mit dem Herz: *awwww* Muss ich mehr sagen?



    Punkte: 13 (1-)



    *edit* pacman hat das Stichwort gegeben: Milhouse: Er hat seinen ersten Kuss doch von Samantha Stanky bekommen und nicht von Homer, das ist doch absoluter Quatsch. Und das er so weinerlich is ist auch übertrieben.

    blogt alles.


    *** Ole Ole Ole Ole Ole Ola, Ole Ole Ole, wir sind immer für dich da! Oooooh, VfB Stuttgart, bist unser Leben, gibst uns so viel! ***

    The post was edited 1 time, last by Alexis ().

  • auf die episode geb ich gern 100% - endlich wieder mal eine halbwegs normale Episode (damit mein ich, was für die simpsons normal ist). In der letzten Zeit fand ichs einfach zu übertrieben.


    die erzählung wirkte recht authentisch.


    was mir besonders gefiel: die verarschung von milhouse (ich kann den typen einfach nicht leiden)

  • Nach der Spaßfolge aus der letzten Woche hatten wir heute eine tiefgründigere Episode, die uns zu den Anfängen von Homer und Marge führen sollte. Wir kannten die beiden und ihre Liebesgeschichte bereits als Teenager, in dieser Folge kehren wir noch ein Stück weiter in die Vergangenheit zurück und verfolgen Homer und Marges erstes Aufeinandertreffen, als sie noch Kinder waren.


    Ich kannte die Episode nicht im Original und so erinnerte mich die Handlung sofort an eine King of Queens Folge, in der sich ebenfalls herausstellt, dass sich Doug und Carrie bereits als Kinder in einem Ferienlager kennengelernt haben. Bei KoQ ging die Handlung noch etwas tiefer, drehte sich aber auch um die Hochzeit der beiden.


    Bei den Simpsons wurde das alles ebenfalls sehr gut umgesetzt. Die eigentliche Story beginnt erfreulicherweise sehr schnell, auch wenn ich das Mädchen, welches in Bart verliebt war, gerne noch etwas näher kennengelernt hätte. Aber vielleicht beehrt sie uns in einer anderen Episode noch mal. Gleich zu Beginn gab es meiner Meinung nach auch einen netten Gag, den man ruhig extra erwähnen kann. "Homer betrunken. Aber wieso?".


    Die Idee dieser Folge war, wie bereits erwähnt, sehr gut und wurde auch toll umgesetzt. Marge mit braunen, glatten Haaren, hat mir sehr gut gefallen. Die Episode war zu keiner Zeit unrealistisch, noch oberflächlich. Man hat sich dem Thema sehr gut angenommen und hat zu keiner Zeit irgendwelche absurden Elemente eingebaut. Kein Vergleich zu Episoden, die noch vor wenigen Jahren unter Scully entstanden. Hoffentlich baut man hier noch etwas auf und es gibt vielleicht noch weitere Episoden mit Homer als Kind.


    Das Ende war meiner Meinung nach das beste seit langem. Durch die Zusammenfügung des Herzes rundet es eine sehr gelungene Episode ab. Bestwertung seit langem von mir für diese Folge.


    [13] Punkte, weiter so!

  • Die Folge ist echt nett, hab aber vorhin nur 2/3 Minuten reingeschaut, und war durch gleich 2 dermassen verhunzte übersetzungen abgeschreckt...


    Hab ich mich verhört, oder sagt Marge durch die Gummilappen wirklich das Homer sich 'lieb' anhört?
    Wenn ja, was ist so schwer daran das wort 'süß' zu verwenden? Dann gibt Homers aussage mit den 16 Stück Kuchen auch sinn...


    Gleich im Anschluss bietet Carl Homer ein Messer zur Verteidigung an... obwohl hier im O-Ton von 'Protection' (You need protection') im Doppelsinne von Beschützen/Verhüten die Rede war...
    Da hätte man zumindest etwas wie 'Ich geb euch was zum Schutz mit' machen können...

  • Vergangenheitsfolgen waren eigentlich immer gut bei den Simpsons.Ist auch so ziemlich die einzigste Möglichkeit was völlig neues zu präsentieren.Oder bei Zukunftsvisionen.


    Hat mir einiges gut gefallen aber auch manches wo ich den Kopf geschüttelt hab.


    Also gut fand ich dass wieder auch viele alt Springfieldianer als Kinder zu sehen waren, auch wenn genau das auch etwas zu bemängeln ist aber dazu später.
    Richtig originell war diese Vision von Marge und Homer beim Kuss,die Musik die drüber gelegt wurde passte.War aber vielleicht wie schon bei „Auf der Flucht” vielleicht etwas zu lang.


    Moes aufregen beim „Telefonstreich” war lustig.Homers Lunchbox die seit 30 Jahren unberührt neben dem Bett lag(oje) und er Osama früher schrieb ist schon ziemlich gewagt aber okay.Und gut dass eine Folge mal wieder im Ehebett endet.
    Homies Klippenfall ähnelt doch sehr an den Klassiker…


    Aalso.


    1.Ich will sowas nicht sehen wie Milhouse Homer küsst! Und dann darauf auch noch 2mal reagiert wird im Laufe der Folge.Das war äusserst dämlich!
    2.Ich will nicht sehen wie Patty Homer küsst.Was soll das?


    Es gab so manche Idee die ich einfach total überdreht Slapstickmässig und durchgekaut billig empfand wie Homers Klappmesser Abenteuer,Homer aus der Mülltonne rausschaut und „Und jetzt?” fragt.Das ist echt Schlümpfe-Humor.(nix gegen Schlümpfe).Sowie dieses Familiengericht mit verkleiden und so, neee…
    Und es gab auch mal den Lieblingsnerver schlechthin wo auf einmal ein Springfieldianer bei den Simpsons im Wohnzimmer sitzt(in dem Fall Captain McCallister).Wie oft werden die den Witz denn noch verwenden.Mal abgesehen dass es nicht komisch ist.


    Es war zwar nett wie viele Mitbürger als Kind im Camp waren aber fand es irgendwie zu simpel und banal dass ganz Springfield miteinander aufgewachsen ist.Und dann auch noch fast alle im gleichem Alter sind.Und dieses „Homer trifft Marge aber wissen nicht dass sie es damals waren denn Homer gab sich als Elvis Jabba irgendwas aus” war doch echt zu abgedroschen unrealistisch und anstrengend.


    UND dass Marge dann am Schluss wieder rumzickt (oihne Grund da Homer ja nicht kommen konnte.Und überhaupt ist es nicht eh scheissegal was vor 30 Jahren passierte?) und sich bitten lässt mal wieder recht unsympatisch.


    Punkte:[09]

  • Rückblickfolgen gehören zu meinen favorisierten Episoden, und so war ich natürlich auch auf diese sehr gespannt. Vorweg gesagt: Meine Erwartungen wurden erfüllt, und in vielerlei Hinsicht kann diese Folge an die anderen Episoden, die sich um Homers und Marges Jugendzeit drehen, anknüpfen. Gelegentlich merkt man zwar, daß man es mit S1x zu tun hat, aber das sind wirklich nur winzige Szenen, die kaum der Rede wert sind.


    Schon der Start ist sehr gelungen - wann hat man zuletzt die Kinder im Garten und im Baumhaus spielen sehen? Auch das "Familiengericht" weckt Erinnerungen an alte Zeiten, wenngleich Marge behauptet, daß sie etwas derartiges erst vor kurzem beim Lesen entdeckt habe. Ein weiterer kleiner Kontinuitätsfehler: Milhouse hatte natürlich schon lange vorher seinen ersten Kuß.


    Es ist immer wieder schön, die Familie einträchtig versammelt zu sehen, während sie den Geschichten aus der Vergangenheit lauscht, vor allem, wenn sie so phantasievoll und atmosphärisch erzählt werden wie hier. Die Gefühle wirken überzeugend, und natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Sehr gelungen auch die Traumsequenz, wobei mich minimal gestört hat, daß sie jeweils etwas abrupt anfängt bzw. aufhört.


    In der zweiten Hälfte der Folge wird die Handlung manchmal ein wenig hektisch, aber es ist verständlich, daß man so eine Geschichte nur schwerlich in kaum mehr als 20 Minuten packen kann. Vor allem Marges Verstimmtheit bis zu dem Punkt, wo die beiden Hälften des herzförmigen Steins wieder zusammenfinden, scheint mir ein wenig aufgesetzt. Aber wie schon gesagt, das sind nur minimale Kritikpunkte, die die Qualität der Folge kaum schmälern.


    Sehr schön fand ich Marges braune Haare, die sie wirklich hinreißend aussehen ließen. Auch hätte ich gerne noch etwas mehr über die Cousine von Sherri & Terri erfahren. Ansonsten hielt man sich in Sachen neue Charaktere ja eher zurück und zeigte in den Rückblicken stattdessen jüngere Versionen zahlreicher Springfielder.


    Die DV fällt in Sachen Sprecherleistung wie üblich etwas ab, diesmal hauptsächlich bei den jüngeren Ebenbildern der Springfielder. Auch hören wir zahlreiche unübersetzte Szenen, in denen die Charaktere lachen, jauchzen, jammern oder was auch immer. Eine wirklich gelungene Folge, die man sich gerne auch ein zweites Mal anschaut: 2+


    Punkte:[12]

  • Fangen wir mit den positiven Aspekten an.


    Kommen wir heute also zu der Folge, in die viele Fans der klassischen Jahre sehr hohe Erwartungen gesetzt hatten - welche dann auch relativ umfassend und zufriedenstellend erfüllt wurden. Wir haben eine schöne Story beinahe im Stil der frühen Jahre, die den Charakteren gegenüber echten Respekt zeigt und ihnen Vergangenheit und Tiefe gibt. Dazu muß ich eigentlich gar nicht viel ausführen, die Pluspunkte sind deutlich.


    Keine punktlose wackiness, kein aufgesetzter Humor und generell ein Stil, der in S15 unerwartet und damit auch dezent deplatziert wirkt. Der Ansatz der Folge mag zwar etwas weit hergeholt sein, vermeidet aber relativ gelungen (mit einer Ausnahme) Kontinuitätsfehler. Man beachte auch den feineren Meta-Humor in diesem Umfeld - etwa Homer, der sich aufgrund der üblichen Zeitproblematik in der Serie nicht auf das exakte Jahrzehnt seiner Kindheit festlegen will.


    Viele gelungene Gags und Oneliner, speziell auch im Dialogbereich. Manche davon werden in der Synchro aber nicht recht funktionieren, z.B. der filmvorführende Sea Captain "only PG, no Arrrr". Visuell ist die Folge ebenfalls einfallsreich, speziell bei den Fantasiesequenzen nach dem Kuss (wobei für Homers Fantasie eine doch umfassendere Kenntnis der US-Werbelandschaft hilfreich ist.)


    Kommen wir zu den negativen Aspekten.


    Die Folge hat IMO subjektiv gesehen ein Hauptproblem: sie erscheint vom Stil her im S15-Umfeld etwas deplatziert und wirkt fast wie ein Anachronismus. Man hat dezent den Eindruck, die Autoren hätten hier nach der Vorgabe gearbeitet: "Stellen wir doch mal die Langzeitfans zufrieden, die Emotion und Kontinuität wollen" und dafür bisweilen zu deutlich auf die frühen Jahre zurückgegriffen.


    Was mir hier fehlt, ist eine Verbindung zwischen moderner Jean-Ära und klassischem Geist (wie wir sie z.B. bei "Moe Baby Blues" oder auch bei "Milhouse Doesn´t Live Here Anymore" hatten). Die heutige Folge wirkt in ihrem Stil zu isoliert - subjektiv gesehen etwas zu sehr wie der "Klassiker aus der Retorte" für Langzeitfans. Durch die Betonung von Kontinuität sind kleinere Ausrutscher wie Milhouse und sein "first kiss" zudem noch auffälliger.


    Der Plot ist schön, aber weit hergeholt. Der Humor und die Emotionen sind ebenfalls schön, aber erneut ohne wirkliches Highlight. Gerade in den Szenen in der Gegenwart wirkt die Emotion etwas zu flach und abwesend - Marge murrt herum und das in der Rückblende aufgeworfene Problem wird in einer schönen Schlußszene auch schön schnell gelöst. Während sich Folgen wie "The Way We Was" zudem die Mühe machten, die Vergangenheit mit eigenen Figuren zu bevölkern, sehen wir hier wenig mehr als junge Versionen bekannter Springfielder.


    Fazit: eine gut gelungene Folge, die die in sie gesetzten Erwartungen durchaus erfüllt - Inhalt, Emotion, Charakterhandlung. Trotzdem wirkt sie auf mich nicht in einer Weise wie etwa "The Way We Was". Ziemlich schwierig zu bewerten. Für eine echte A-Note ist gerade die dauerhafte Anschaumotivation IMO etwas zu gering. Note 2+


    Chris


    P.S. Ergänzend sei noch gesagt, daß die Folge in den USA die geringste Einschaltquote aller Zeiten bei einer OFF-Erstausstrahlung hatte.

  • Eine wie ich fand gelungene Episode, deren deutsche Version mit dme Original allerdings nicht besonders gut mithalten konnte.


    Es war nett, alle Springfielder mal als Kinder zu sehen, es gab auch viele gute Gags, und Marge sah mit braunen, glatten Haaren wirklich hübsch aus, wenn ich auch die Art, wie sie braun wurden, etwas ... naja ... "komisch" fand. :D



    Die Episode kriegt von mir 12 Punkte.

  • Lustig war der erste Kuss mit Homer und Millhouse.
    Und Moe am Telefon, wie er sich verarscht fühlt.


    Einiges mehr war auch ganz nett, wie z.B. diese Traumsequenz beim ersten Kuss von Homer und Marge.


    Fan von Vergangenheitsgeschichten bin ich nicht so richtig, kein Bart, keine Lisa, hmm.


    Die anderen Bewohner von Springfield waren aber gut vertreten.


    Punkte: [10]

  • Seit ich mitbekommen hatte, daß es mit "The Way Weren't" eine Rückblickfolge in Staffel 15 geben würde, freute ich mich darauf. Ein zweites "The Way We Was" durfte man sich nicht erwarten - auch kein sechstes oder siebentes -, zählten doch die Rückblickfolgen seit jeher zu den besonders wertvollen Glanzperlen in der Serie. Man konnte sich aber eine Folge erwarten, die alle anderen Jean-Folgen übertreffen würde. "Three Gays Of The Condo" zeigte ja schon vor nicht allzulanger Zeit das Potential, das noch immer in diesem Thema steckt.


    Offenbar waren die Erwartungen etwas zu hoch gesteckt. Die Mindestanforderung lautete: gute Unterhaltung und einige nette Szenen. Viel mehr ist es leider nicht geworden, und das tut schon irgendwie weh.


    Der Anfang ist gut. Die Szenen mit Bart, Milhouse und den Mädchen stimmen richtig aufs Thema ein. Freilich hätte man sich das Urin-Witzchen und das "Familiengericht" mit Lisa als Richterin und den Haustieren auf der Geschworenencouch ersparen können bzw. müssen. Zum Glück sind diese Spielereien bald vergessen. Im späteren Verlauf der Folge sitzen die Simpsons wie eine richtige Familie zusammen und lauschen den Erzählungen von Homer und Marge; da kommt beinahe klassische Stimmung auf. (Das plötzliche Auftauchen von Captain McAllister im Wohnzimmer erinnert dafür im negativen Sinn an ähnliche Schwachpunke in "Lisa's Sax".)


    Eine Überraschung gibt es, als die Zeit erstmals zurückgedreht wird. Man hätte als Unwissender damit gerechnet, daß die Folge *nach* den Geschehnissen von "The Way We Was" spielen würde; statt dessen ist es umgekehrt. Homer und Marge sind allerdings als Zehnjährige erstaunlich gut charakterisiert. Da gibt es überhaupt nichts dran auszusetzen. Lenny, Carl und Moe sind ebenfalls ungezwungen in die Geschichte eingebaut - ein geschickter Bezug auf "The Blunder Years".


    (Um jedoch an dieser Stelle dem Ruf des Simpsons-Fans als detailbesessener Freak gerecht zu werden: Ein kleiner Wermutstropfen ist Marges Frisur, denn die paßt nicht zur Tatsache, daß sich Marge in "The Way We Was" offenbar erstmals die Haare hochsteckte.)


    Soweit also keine echten Probleme. Die kommen dafür, als es so richtig zur Sache geht.


    Zunächst einmal läßt die ganze Umgebung des Ferienlagers keine rechte Freude aufkommen. So viele Mini-Springfielder... man meint teilweise, man sähe sich eine Folge von "Tiny Simpsons" an. Besonders unpassend: Cookie Kwan als Kind. Völlig überflüssig. In "The Way We Was" stellte es noch kein Problem dar, nur eine Handvoll Charaktere in ihren jungen Jahren zu zeigen, und (das ist wichtig) auch nur da, wo sie in der Handlung Sinn ergaben. Diesmal hat auf Teufel komm raus fast die ganze Stadt einen Auftritt. Ausgerechnet Dr. Hibbert scheint zu fehlen.


    Weiters ist die Kinderarbeit übertrieben unrealistisch dargestellt. Noch viel unrealistischer ist das Fettsack-Camp, in das Homer zufällig gerät. Ich wollte mehr über Homer und Marge erfahren, nicht dem kleinen Wiggum beim Grasessen zusehen.


    Aber das alles ist noch belanglos im Vergleich zum wirklich riesigen Schwachpunkt der Folge: Marges Reaktion als erwachsene Frau auf das, was ihr als zehnjähriges Mädchen widerfuhr. Sie behauptet, sie hätte Homer nie geheiratet, wenn sie gewußt hätte, wer er war. Sie kann Homer erst gar nicht verzeihen, obwohl sie erfährt, daß er gar nichts für seine Abwesenheit konnte. Sie behauptet ferner, daß sie dreißig Jahre lang Schmerz in sich getragen hätte. Da hört sich ja wohl alles auf.


    Die Marge, die ich kenne, ist ein reifer, gefestigter Charakter mit einem höchst ausgeglichenen seelischen Innenleben. Sowas Kindisches, Unglaubwürdiges würde sie niemals von sich geben. Ernsthaft: Sollen wir glauben, daß es sie nach dreißig Jahren noch so mitnimmt, als Zehnjährige nach dem ersten Kuß versetzt worden zu sein? So sehr, daß sie auf ihren Ehemann böse ist, mit dem sie in all den Jahrzehnten schon durch Himmel und Hölle ging und mit dem sie drei Kinder hat?


    Da wir schon beim Thema "Sollen wir wirklich glauben..." sind: Sollen wir glauben, daß Marge und Homer nach dreißig Jahren zum allerersten Mal diese Geschichten austauschten? Und daß sie sich an jenem besonderen Tag im Nachsitzzimmer der Highschool nicht erkannten? (Letzteres noch am ehesten.)


    Das klingt natürlich alles sehr negativ. Dabei erfüllt die Folge die eingangs erwähnte Mindestanforderung nicht umsonst. Die Kußszene ist nicht nur der Höhepunkt der Folge, sondern einer der Höhepunkt der ganzen Staffel. Animatorisch herausragend, musikalisch perfekt untermalt, kreativ und ideenreich. So gut, daß man wieder einmal von Simptasia zu träumen beginnt. Davon kann man nie genug kriegen.


    Die Nebelszenen mit Captain McAllister sind ebenfalls hübsch inszeniert. Auch ein paar gute witzige Stellen stehen auf der Habenseite; vor allem die Szene, in der Homer Marge den Stein schenkt, ohne zu erkennen, daß er die Form eines Herzens hat: goldig. Genauso witzig ist die Anspielung auf die berühmte Szene in "Bart The Daredevil", ob sie nun überhaupt als solche gedacht war oder nicht.


    Das heißt nicht, daß die Humorseite der Folge nicht auch ihre Tücken hätte. Ein Sprungmesser-Gag, ein Gabel-in-die-Hand-Gag (beide zumindest unblutig)... und ein bereitwillig verdorbener Metagag mit Moe. Just als ich mir zufrieden grinsend dachte: "Nette Anspielung... schon fast ein kleiner Insidergag... das haben sie gut gemacht", sieht sich Moe bemüßigt, den Witz gnadenlos zu erklären - woraufhin sowohl die Pointe, als auch mein Grinsen verschwunden waren. Ein perfektes Beispiel für einen Problembereich, in dem Al Jean endlich den Hebel ansetzen sollte.


    Ähnliches kann man überrr die arrrg vielen "Arrrs" von Captain McAllisterrr sagen - na bitte, war das jetzt etwa komisch? Die Anspielung auf "Lisa's Wedding" kommt auch viel zu plump daher.


    Und dennoch, trotz all dieser Schwachpunkte und trotz des traurigen Anblicks, den Homer bietet, wenn er den Kopf aus einer Mülltonne steckt, ist das Ende toll. Ja, ein *tolles* Ende. Wann hat es das zuletzt gegeben? Fast alle besseren Folgen der letzten Jahre wurden durch irgendein ärgerliches Witzchen am Schluß beendet - doch diesmal nicht! Man gleitet sanft aus der Geschichte, erlebt ein versöhnliches Ende und darf hoffen, daß der Jean-Dauerbrenner "Ehekrise" nun endlich ein Ende gefunden hat; denn viel besser wird man das Thema nicht mehr abschließen können.


    Viel Licht, viel Schatten. "The Way We Weren't" fehlen die schlichte, ehrliche Romantik von "The Way We Was", der durchdachte Plot von "I Married Marge" und die Niedlichkeit von "Lisa's First Word" und "Lisa's Sax" - Und mit einer der emotionalsten, schönsten Simpsons-Szenen aller Zeiten wie das Ende von "And Maggies Makes Three" kann die Folge auch nicht gerade aufwarten.


    Aber sie bemüht sich redlich, hat teilweise auch Erfolg damit, und erlangt für mich somit den Status eines neuzeitlichen Vertreters des hehren Rückblickgenres, der nicht in einer Reihe mit seinen Vorgängern genannt werden sollte, immerhin jedoch bis dato zu besten Kreationen der jüngsten Ära Jean zählt.


    Punkte:[11]

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

    The post was edited 1 time, last by Hacki ().

  • Quote

    Hab ich mich verhört, oder sagt Marge durch die Gummilappen wirklich das Homer sich 'lieb' anhört?


    Achso. Jetzt verstehe ich das erst. Ich habe, wie erwähnt, die OV nicht gesehen. Wie kann Ivar nur so dämlich sein?


    Quote

    Gleich im Anschluss bietet Carl Homer ein Messer zur Verteidigung an... obwohl hier im O-Ton von 'Protection' (You need protection') im Doppelsinne von Beschützen/Verhüten die Rede war...


    Ja, das war mir gleich klar, dass das ein dicker IVAR war.


    Quote

    Ernsthaft: Sollen wir glauben, daß es sie nach dreißig Jahren noch so mitnimmt, als Zehnjährige nach dem ersten Kuß versetzt worden zu sein? So sehr, daß sie auf ihren Ehemann böse ist, mit dem sie in all den Jahrzehnten schon durch Himmel und Hölle ging und mit dem sie drei Kinder hat?


    Darin sehe ich absolut kein Problem. Wer weiß wie Marge tickt? Vielleicht kann sie andere Dinge besser wegstecken, aber in dieser Beziehung scheint sie schon immer labil gwesen zu sein. Man denke nur mal an ihre Flugangst.


    Quote

    Sollen wir glauben, daß Marge und Homer nach dreißig Jahren zum allerersten Mal diese Geschichten austauschten?


    Auch hiermit habe ich kein Problem. Das Gesprächsthema "erster Kuß" gab es nun mal noch nicht bei den Simpsons, wie wir ja wissen. Deshalb halte ich es für durchaus realistisch, dass Homer diese eigentlich für ihn belanglose Geschichte zum ersten Mal erzählt. Immerhin wusste er bis zu diesem Zeitpunkt ja wirklich nicht, dass es sich bei dem Mädchen um Marge handelte.


    Quote

    Die Kußszene ist nicht nur der Höhepunkt der Folge, sondern einer der Höhepunkt der ganzen Staffel. Animatorisch herausragend, musikalisch perfekt untermalt, kreativ und ideenreich. So gut, daß man wieder einmal von Simptasia zu träumen beginnt. Davon kann man nie genug kriegen.


    Bei diesen Szenen denke ich immer, die Autoren hätten unter Drogeneinfluß gestanden. Das hat mich schon damals beim Chilli-Trip gestört. Diese Szene also meiner Meinung nach der schwächste Punkt der Folge.

  • Quote

    Original von Sandro


    Ja, das war mir gleich klar, dass das ein dicker IVAR war.


    Das verstehe ich aber auch nicht ganz. Ein Messer als Verhütungsmittel? Hat dieser Witz irgendeine Hintergründigkeit, die mir entgeht? :)


    Quote

    Darin sehe ich absolut kein Problem. Wer weiß wie Marge tickt? Vielleicht kann sie andere Dinge besser wegstecken, aber in dieser Beziehung scheint sie schon immer labil gwesen zu sein. Man denke nur mal an ihre Flugangst.


    Die Flugangst ist aber auch etwas ganz anderes. Ich kann mich an keine frühere Szene erinnern, in der Marge als besonders labil in bezug auf Männer dargestellt worden wäre. Das war sie nicht einmal nach Arties sexueller Belästigung in "The Way We Was"; diesen Angriff wehrte sie vielmehr mutig und entschlossen ab.


    Quote

    Das Gesprächsthema "erster Kuß" gab es nun mal noch nicht bei den Simpsons, wie wir ja wissen.


    Es wurde uns noch nie in einer Folge gezeigt - aber daß sie nach so vielen Jahren noch nie über diese Jugenderlebnisse geredet haben, kann ich nicht schlucken. Es soll doch Marges schlimmste Männererfahrung überhaupt gewesen sein. Hat sie Homer nie davon erzählt? Kein einziges Mal? Nie das Herz ausgeschüttet? Das kann ich einfach nicht glauben :)


    Quote

    Deshalb halte ich es für durchaus realistisch, dass Homer diese eigentlich für ihn belanglose Geschichte zum ersten Mal erzählt.


    Ich finde nicht, das sie belanglos ist. Sie scheint auch für Homer schon fast ein kleines Trauma zu sein (als Zehnjähriger die Klippe runterfallen, dabei mit einer gehörigen Portion Glück überleben, in einem Lager von Fremden gefangengehalten werden, danach erfahren, die erste Liebe verloren zu haben...)

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

  • Quote

    Original von Hacki


    Das verstehe ich aber auch nicht ganz. Ein Messer als Verhütungsmittel? Hat dieser Witz irgendeine Hintergründigkeit, die mir entgeht? :)


    Lenny: (fürsorglich) If you go, you better take some protection!
    Erst dann greift er sich in die Hosentasche und zieht ein Messer raus, obwohl man auch ein Kondom erwarten könnte...


    klingelts jetzt?

  • Quote

    Original von Hellfish
    Lenny: (fürsorglich) If you go, you better take some protection!
    Erst dann greift er sich in die Hosentasche und zieht ein Messer raus, obwohl man auch ein Kondom erwarten könnte...


    klingelts jetzt?


    Ja, tut es. Dankeschön.


    Keiner der schlimmsten Ivars aller Zeiten (die Sache mit dem "lieb" IMO auch nicht - das Wort paßt immerhin trotzdem in die Szene), aber das hätte er ruhig besser machen können. Tja, was will man auch mehr erwarten? Was Hänschen nicht lernt (gutes Englisch, gutes Deutsch, Wortwitz, Popkultur-Hintergrundwissen...) lernt Hans nimmermehr :)

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

  • Ich stelle mir gerade so vor, auf welche andere Art Homer herausgefunden haben könnte, wie man das Messer benutzt - wenn hier die ganze Zeit von Verhütung gesprochen wird... :D


    Was Marges Groll angeht, gebe ich Hacki recht - die beiden sind nun schon lange genug verheiratet, da gibt es doch bestimmt genügend Anlässe, daß man sich irgendwann mal von einem derartigen Erlebnis erzählt. Und wenn man das tut, dann lacht man doch wahrscheinlich eher darüber - ich meine, wer denkt denn mit 10 Jahren an eine tiefergehende Beziehung und läßt sich davon viele Jahre lang beeinflussen?

  • Quote

    Es wurde uns noch nie in einer Folge gezeigt - aber daß sie nach so vielen Jahren noch nie über diese Jugenderlebnisse geredet haben, kann ich nicht schlucken.


    Wieso? Haben die Simpsons ein Leben außerhalb ihrer täglichen Episoden? :D
    Ich denke, du weißt worauf ich hinaus will.


    Quote

    Ich finde nicht, das sie belanglos ist. Sie scheint auch für Homer schon fast ein kleines Trauma zu sein (als Zehnjähriger die Klippe runterfallen, dabei mit einer gehörigen Portion Glück überleben, in einem Lager von Fremden gefangengehalten werden, danach erfahren, die erste Liebe verloren zu haben...)


    Na, da hat Homer aber auch schon wichtigere Sachen erlebt. Zum Beispiel einen Schokoriegel gefunden. Über alles kann er auch nicht erzählen.

  • Quote

    Original von james dean
    hi, kann mir jemand sagen wie der song aus den 60ern heißt, der kurz gespielt wurde (wo man homer den saft austrunken sah usw)????


    "austrinken" ;)


    FABF13


    Mungo Jerry - In The Summertime - 1970
    (Begleitmusik zu Szenen aus dem Ferienlager)
    Turtles, The - Happy Together - 1967
    (während Homers und Marges erstem Kuß)


    -manuel

  • danke, hab den song schon ewig mal hören wollen. oh je, wie kann ich nur AUSTRUNKEN sagen? ich verdiene meine 1- in deutsch nich...


    The Turtles... oh je schrecklicher name für ne band, vorallem weil es eine witzlose nachahmung von The Beatles ist. egal, der refrain ist wunderbar.
    DANKE DANKE DANKE!