The Green Mile

  • Einfach großartig...
    Selten hat mich ein Film so beeindruckt und zum Nachdenken angeregt wie dieser. Neben den wirklich phänomenalen schauspielerischen Leistungen von Michael Jeter als Eduard Delacroix, Michael Clarke Duncan als John Coffey und Sam Rockwell als Billy the Kid ist es natürlich die ergreifende Story, die einen diesen Film nie wieder vergessen lässt. Die Mischung aus Thriller und Fantasy funktioniert erstaunlich gut und wirkt kaum unrealistisch.
    Auch aus theologischer Sicht ist der Film interessant, (als Pfarrerssohn muss ich auch dazu Stellung nehmen) schließlich stellt John Coffey eine Art moderne Christus-Figur dar.


    Jedem, dem der Film gefallen hat, kann ich nur das Buch ans Herz legen. Ich habe es mir sofort, nachdem ich „The Green Mile“ im Kino gesehen habe, gekauft, und so die unendlich lange Wartezeit bis zur Videoveröffentlichung überbrückt. Seitdem spielt Stephen King eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben.


    Wie denkt ihr darüber? Ich freue mich darauf, eure Meinung zu hören!
    P.S.: Eine Frage, die mich seit Längerem beschäftigt, habe ich zum Umfragethema gemacht.

  • Ich kann Dr. Colossus nur zustimmen der Film ist wirklich klasse,vor allem Tom Hanks Charakter und John Coffey sind genial.Sehr ergreifender Film,an manchen stellen auch witzig und vor allem sind auch die Schauspielerischen Leistungen klasse.


    An meiner Meinung zur Todesstafe ändert der Film aber im Endeffekt nichts da ich sie in wenigen Fällen immer noch für richtig halte denn menschen wie z.B. Kinderschänder oder Massenmörder verdienen die Todesstrafe.Nur sollte man in Fällen der Todesstrafe auch wirklich zu 100% die Schuld der Person beweisen können denn das ist leider nicht immer so,was der Film auch gut darstellt

  • tja, erstmal zum film:
    wirklich ein klasse film. (mir kommt es allerdings solangsam so vor, dass jeder film mit tom hanks absofort nur noch rückblicksfilme sind :D )
    geniale story, bis zu dem ersten "wunder" konnte man glauben, dass sich diese geschichte wirklich so zugetragen hat, und ohne john coffey wäre das sowieso ein sehr realistischer film gewesen.
    tom hanks ist sowieso ein genialer schauspieler.


    der film hat mich tatsächlich nochmal über die todesstrafe nachdenken lassen. aber ich bin zu dem entschluss gekommen (genau wie side-show-bob), dass ich die todesstrafe immer noch für richtig halte. (natürlich nur bei harten fällen und nur dann wenn die schuld 100% erwiesen ist)
    nun muss man ja bedenken, dass solche offentsichtlichen fehlurteile wie 1935 (jetzt nicht auf den film bezogen) heute kaum noch vorkommen werden, und deshalb niemals so ein unschuldiger mensch wie john coffey (auf einen "normalen" mensch übertragen) zum tote verurteilt werden würde. (damals: aha, schwarz, riesig = mörder)

  • tja
    also ehrlich gesagt fand ich den Film etwas zu "mystisch" oder wie auch immer, jedenfalls zu "Stephen King"- like. (:
    und ausserdem war ja wohl seit der ersten Heilung klar das er das auch bei Hell's (???) Frau machen würde :O


    zur Totesstrafe ( (; )
    ich denke die ~ ist falsch. Niemand hat das Recht jemanden umzubringen auch nicht wenn dieser jemand getötet hat. Man stellt sich im Endeffekt auf die selbe Stufe wie er.
    Lebenslänglich (aber auch wirklich lebenslänglich) ist meiner Meinung nach viel sinnvoller, viel quälender ständig über seine Tat nachzudenken.


    Muh ich habe gesprochen.

    Eines Abends als ich durch die Sender zappte: Und jetzt der Nachrichtenüberblick: Schweres Erdbeben in Afghanistan mindestens 2000 Tote. Und: Der neue Trend im Winter Snowroller.... ;(

  • The Green Mile ist der traurigste Film, den ich je gesehen habe. Ich muss immer wieder an ihn denken. Er hat mich sehr zum Nachdenken über den Sinn des Lebens gebracht. Ich fand Tom Hanks in seiner Rolle echt klasse. Er hat seine Situation echt gut rübergebracht und wurde nicht in dem Klische eines bösen Knastaufsehers untergebracht. Bis auf einem waren ja in dem Film die Knastaufseher nicht gemeins, böswillig etc.


    Ich muss sagen, dass mich der Film noch ein paar Schritte mehr von der Todesstrae weggebracht hat, denn niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu töten, auch wenn dieser Mensch jemanden getötet hat. Über Leben und Tot hat immer noch das Schiksal zu entscheiden.

  • Quote

    totesstrafe



    (immer diese zweitnicks)



    ---


    zum thema, film gut, zwar überlang und das langsame erzähltempo des buches (das ich für weitaus überlegen halte) lässt sich nicht so gut cineastisch verarbeiten, denn wenn man ehrlich ist, könnte man den film auch gut um ne halbe stunde kürzen, und keiner hätts gemerkt.


    zum thema todesstrafe:


    Quote

    ich denke die ~ ist falsch. Niemand hat das Recht jemanden umzubringen auch nicht wenn dieser jemand getötet hat. Man stellt sich im Endeffekt auf die selbe Stufe wie er.
    Lebenslänglich (aber auch wirklich lebenslänglich) ist meiner Meinung nach viel sinnvoller, viel quälender ständig über seine Tat nachzudenken.




    jeder der diesen film mochte, sollte sofort in die vdeothek rennen und sich 'die verurteilten' (the shawshank redemption) ausleihen, gleicher regisseur, ähnliches thema, wesentlich besserer film (ohne zu sagen das green mile schlecht ist), wer da keine feuchten augen bekommt ist kein mensch.

  • Quote

    Original von Side-Show Bob
    ... da ich sie in wenigen Fällen immer noch für richtig halte denn menschen wie z.B. Kinderschänder oder Massenmörder verdienen die Todesstrafe.Nur sollte man in Fällen der Todesstrafe auch wirklich zu 100% die Schuld der Person beweisen können denn das ist leider nicht immer so,was der Film auch gut darstellt


    Das ist aucgh meine Meinung, aber ich bin generell dagegen, weil man ja eigentlich nicht besser ist, als ein Mörder, wenn man ihn umbringt!



    Zum Thema:


    Ich finde den Film echt gut, doch er ist wirklich ein bisschen in dioe Länge gezogen.



    Quote

    Original von wuschelhase ich denke die ~ ist falsch. Niemand hat das Recht jemanden umzubringen auch nicht wenn dieser jemand getötet hat. Man stellt sich im Endeffekt auf die selbe Stufe wie er.
    Lebenslänglich (aber auch wirklich lebenslänglich) ist meiner Meinung nach viel sinnvoller, viel quälender ständig über seine Tat nachzudenken.


    Auf der einen Seite würde ich sagen, dass das richtig ist, aber es gibt immer so Verrückte, die sich dann über ihre Tat freuen würden, weil sie zu viel Stolz haben.

  • Quote

    Original von stephan blanke


    Auf der einen Seite würde ich sagen, dass das richtig ist, aber es gibt immer so Verrückte, die sich dann über ihre Tat freuen würden, weil sie zu viel Stolz haben.


    Wer verrückt ist gehört in die Psychatrie. Wer es nicht ist wird spätestens nach 25 Jahren mal daran denken das seine Tat falsch war....


    Quote

    Original von Flo
    wer da keine feuchten augen bekommt ist kein mensch.


    erde an mutterschiff: sie haben mich entdeckt ....

    Eines Abends als ich durch die Sender zappte: Und jetzt der Nachrichtenüberblick: Schweres Erdbeben in Afghanistan mindestens 2000 Tote. Und: Der neue Trend im Winter Snowroller.... ;(

  • The Green Mile hab ich gestern zwar nicht, aber zuvor schon zweimal gesehen.
    Ein wirklich klasse Film, der denjenigen, der noch nicht über das Thema nachgedacht hat bestimmt zum reflektieren anregt.
    Ich bin gegen die Todesstrafe. Ich denke, die Tatsache, dass die deutsche Gerichtsbarkeit teilweise zu "lasch" ist (man denke an die immer wiederkehrenden Fälle von Vergewaltigung und Mord, wo die Täter immer wieder nach wenigen Monaten freikamen und dann munuter weitermachten), rechtfertigt nicht die Todesstrafe. Eine lebenslängliche Haft ist da sinnvoller.
    Aber von diesen "Extremfällen" (wie Massenmörder, Amokläufer oder Vergewaltiger, die wirklich ein lebenlang behandelt und weggesperrt werden müssen) mal abgesehen, sind ein großteil der Menschen, die in den USA hingerichtet werden ganz "normale" Mörder. Der Gedanke, der hinter der Todesstrafe steht ist völlig krank. In diesem System geht es nicht um Resozialisierung wie in Deutschland, es geht nicht darum, den Menschen zu helfen es geht nur um Rache. Und Rache kann nicht Sinn der Justiz sein. Vom moralischen Standpunkt her gesehen denke ich, dass kein Mensch das Recht hat, einen anderen zu töten. Und niemand darf darüber entscheiden wer dieses Recht "verspielt" hat.
    Zu sagen, es würde heute keine Fehlurteile geben ist leider falsch. Es gibt heute noch sehr viele Fehlurteile in den USA, und es ist ausserdem auffällig, dass ethnische Minderheiten (Schwarze, Latinos etc) überproportional häufig hingerichtet werden.
    Und wenn die Todesstrafe dann auch noch Wahlkampfmittel wird (wie unter Bush, als der noch Gouverneur in Texas war) kann man sagen, dass diese Strafe einfach nicht vertretbar ist, vorallem nicht in einem so "religiösen" Land wie den USA.

  • Ja, sehr religiös...Ich hab mal in einer Online-Bibel die beiden wichtigsten Textabschnitte zusammengesucht, auf die sich Befürworter der Todesstrafe immer wieder berufen:


    Quote

    Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Der Schaden, den er einem Menschen zu-gefügt hat, soll ihm zugefügt werden. Wer ein Stück Vieh erschlägt, muß es ersetzen; wer aber einen Menschen erschlägt, wird mit dem Tod bestraft. (siehe dazu auch unten...)
    Levitikus 24, 20-21


    Quote

    Wenn er die Vergeltung sieht, freut sich der Gerechte
    Die Psalmen, 58, 11


    Im Moment befinden sich die Gegner der Todesstrafe recht deutlich in der Mehrheit. Auch ich gehöre zu dieser Gruppe, da die Todesstrafe eine Verletzung der Menschenrechte darstellt.

    Quote

    Quelle: Amnesty International
    1948 verkündet die UNO die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte; in ihr schreibt der Artikel 3 das Recht auf Leben fest, das mit der Todesstrafe unvereinbar ist. 1972 wird in der Erklärung von Stockholm die Todesstrafe als grausam, unmenschlich, erniedrigend und als das Recht auf Leben verletzend dargestellt.


    Im Mittelalter wurde sie zwar in fast allen Ländern praktiziert, aber, hey, im Mittelalter hat man auch Hexen verbrannt.
    Seitdem sind die meisten Länder der Welt zum Glück zur Vernunft gekommen:
    73 Staaten haben diese Art von Vergeltung völlig abgeschafft.
    13 Staaten haben die Todesstrafe in Friedenszeiten abgeschafft.
    22 Staaten haben die Todesstrafe in der Praxis abgeschafft.
    =108 Staaten wenden die Todesstrafe nicht mehr an.
    =Es gibt 87 Staaten, die die Todesstrafe praktizieren.


    (Ich hab mal nach einer Liste dieser Staaten gesucht, jedoch leider nichts gefunden.)


    In den USA wird die Todesstrafe gegenwärtig so oft vollzogen wie noch nie seit ihrer Wiedereinführung im Jahr 1977.


    Und doch bringt sie nichts:




  • "moralisch" und "keiner hat das recht einen anderen menschen umzubringen"


    da stimme ich euch vollkommen zu. aber ich denke keiner von uns kann sich vorstellen wie es z.B einer mutter geht, die ihr kind an einen sexualverbrecher verloren hat. versucht es euch nichtmal vorzustellen, das bekommt keiner hin.
    aber, was glaubt ihr, wird diese mutter noch "gerecht" denken? wird sie daran denken "keiner hat das recht..." und "moralisch gesehen..."??


    denkt darüber mal nach und denkt auch mal von der seite...
    solange einem selber soetwas, gott bewahre, nicht zugestossen ist, denke ich kann man leicht sagen: "keiner hat das recht...." und "moralisch".

  • fandet ihr nicht auch dass die charaktere in dem film etwas zu eindimensional gezeichnet waren? dieser percy ist abgrundtief verabscheuungswürdig und ton hanks und seine crew sind ehrlich und ehrbar bis aufs letzte haar. das war ein bisschen nervig.