Die "Simpsons" streiken

  • Lest mal: http://www.n-tv.de/5231079.html, http://www.spiegel.de/kultur/g…aft/0,1518,293649,00.html


    Quote

    Statt des bisherigen Episoden-Lohns von 125.000 Dollar verlangen die Sprecher jetzt 360.000 Dollar. Das entspräche insgesamt acht Mio. Dollar für eine Staffel mit 22 Episoden.


    Mal ernsthaft, erstens finde ich, sind ein paar Stimmen niemals so viel wert und zweitens könnte es jetzt echt kritisch werden. 8 Mio für eine Staffel, da überlegt sich Fox bestimmt 2 Mal ob sie noch eine weitere Staffel drehen. (Ok, manche fänden das gut, aber mir ist immer noch eine schlechte neue Simpsonsfolge lieber als der andere Fernsehmist).


    Was glaubt ihr, macht Fox da noch mit? Was könnte passieren? Absetzung? Neue Stimmen? Also neue Stimmen wären mir egal, wir haben ja die (schlechten) deutschen sowieso. :)


    ---
    Heute ist doch der 2. April, oder? :D

  • Neue Sprecher wären der Tod der Serie. Deswegen werden die sich schon einigen, zur Not wird Fox denen sogar das geforderte Geld zahlen.


    Rechnen wir das mal durch:


    Bisheriges Gehalt: 22 x 125.000$ = 2.750.000$
    neues Gehalt: 22 x 360.000$ = 7.920.000$ (also ~8.000.000$)


    Das wären dann für FOX 5.170.000$ weniger Gewinn pro Staffel. _pro Staffel_ wohlgemerkt. Ich kenne natürlich die Zahlen nicht, aber ich denke mal, der Gewinn der mit den Simpsons weltweit mit einer neuen Staffel gemacht wird, dürfte mind. um das 50fache höher sein.


    Also, keine Sorge, es wird wohl noch weitergehen.

  • Quote

    Original von Homies
    Ich versteh es nicht ganz. Verdient nur einer 125000 €? Oder die ganzen Simpsons Synchronsprecher?


    Hm, ne, 360.000 Dollar für alle Sprecher die bei der entsprechenden Folge mitmachen, nehme ich an. Und dann wird halt so verteilt, dass die Hauptfiguren wahrscheinlich ein festes Gehalt haben, z.B. 20.000 Dollar pro Folge und der Rest wird halt unter den anderen verteilt. 8.000.000 Dollar für eine Person pro Staffel wäre wohl etwas viel ;) Da würde doch keiner mehr Schauspieler oder so werden wollen sondern nur noch Synchronsprecher.


    Quote

    Das wären dann für FOX 5.170.000$ weniger Gewinn pro Staffel. _pro Staffel_ wohlgemerkt. Ich kenne natürlich die Zahlen nicht, aber ich denke mal, der Gewinn der mit den Simpsons weltweit mit einer neuen Staffel gemacht wird, dürfte mind. um das 50fache höher sein.


    Die richtigen Zahlen wären da mal interessant. Kennt jemand die Werbepreise pro Minute in den USA und die Lizenspreise, dass z.B. Pro7 die Simpsons ausstrahlen darf. Wenn man das wüsste, müsste sich der Gewinn eigentlich ziemlich gut ausrechnen lassen.

  • Quote

    Original von Gummibaerchen
    Die richtigen Zahlen wären da mal interessant. Kennt jemand die Werbepreise pro Minute in den USA und die Lizenspreise, dass z.B. Pro7 die Simpsons ausstrahlen darf. Wenn man das wüsste, müsste sich der Gewinn eigentlich ziemlich gut ausrechnen lassen.


    Wenn sie die Serie abstezen würden sie auch nicht mehr T-Shirts Bettwäsche etc... verkaufen. Wenn man das bedenkt wird der Gewinn, der durch die Simpsons gemacht wird noch höher sein. Oder hat Fox keine Rechte an solchen Artikeln?

  • Eigentlich meinte ich jetzt bloß das, was direkt mit der Fernsehserie zu tun hat. Die kompletten Gewinnzahlen des Simpsonsimperiums werden wir wohl nie selbst ausrechnen können. Infos über Werbe- und Lizenspreise müssten sich aber doch irgendwo rauskriegen lassen.

  • Ja, sagt ja auch niemand dass die dann Miese machen würden, aber das ist ja eine Gehaltserhöhung von 190 % und ich glaube da würde sich jeder Arbeitgeber 3 Mal überlegen ob der das mitmachen würde. In 5 Jahren wollen sie dann vielleicht 300 % mehr Gehalt, usw...

  • Würden die Deutschen Sprecher dann "mitziehen"?? Ich glaub eher net, weil es sowieso immer wieder Änderungen in den Stimmen gab, wie zuletzt ja auch leider bei Skinner zu sehen. Wie siehts eigentlich bei den deutschen Sprechern mit den Gehältern aus?? :)


    "Ja, so ist das. Wenn man was im Kopf hätte, wär man schließlich kein Fußballer geworden."


    (Rene Rydlewicz, Fußballprofi)

  • Quote

    Original von Hellfish
    Laut [URL=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,293649,00.html]Spiegel[/URL] haben sie sich ja schon geeinigt.


    da steht nur das sie sich beim letzten streik 1998 geeinigt haben, von eineer einigung beim aktuellem steht nichts.

  • Sprecher der Simpsons wollen mehr Geld: Verhandlungen bisher gescheitert
    Produzent Fox will auf Forderungen nicht eingehen und stellt eine verkürzte Staffel für den Herbst in Aussicht


    Der animierten Sitcom-Familie "Die Simpsons" hat es in der für Herbst geplanten Staffel die Sprache verschlagen. Der Grund dafür ist in der realen Welt der Produzenten zu suchen. Die Verhandlungen mit den Sprechern der animierten Figuren über eine Erhöhung ihrer Gagen sind bisher gescheitert, berichtet die New York Times (NYT). Die Schauspieler, die nicht nur Homer, Marge, Bart und Lisa ihre Stimmen leihen, fordern eine Verdreifachung ihrer Einkünfte und zudem eine Beteiligung am Gewinn der erfolgreichen TV-Sitcom. Der US-Sender und Produzent Fox will darauf nicht eingehen und stellt eine verkürzte Staffel für den Herbst in Aussicht.


    "Extravagant hoch"



    Die Forderungen der sechs Schauspieler seien "extravagant hoch", so ein Vertreter von Fox gegenüber der NYT. Die Schauspieler Dan Castellaneta (Homer), Julie Kavner (Marge), Nancy Cartwright (Bart), Yeardley Smith (Lisa), Hank Azaria (Moe, Apu und andere) und Harry Shearer (Mr. Burns und andere) wollen laut NYT pro Episode 360.000 Dollar plus eine prozentuelle Beteiligung am Gewinn der Serie. Bisher bekommen sie 125.000 Dollar, beim Start der Show im Jahr 1989 waren es nur 3.000 Dollar. Die Künstler argumentieren, dass ihre Stimmen den Animationen erst Leben und Persönlichkeit einhauchen. Sie sprechen gemeinsam rund 40 Charaktere der Serie, die regelmäßig auftreten. Zudem seien die Künstler nun bereits seit 15 Jahren dabei und hätten daher einen wesentlichen Teil zum Erfolg der Serie beigetragen.


    Vergleich: Sprecher von Real-Serien und Animationen



    Fox meint jedoch mit dem Vergleich mit Stars wie den Schauspielern von "Friends" oder anderer Real-Serien haben sich die Sprecher der Simpsons-Charaktere übernommen. Die Identifikation sei nicht in dem Ausmaß gegeben. Dennoch geht es bei dem Streit um die Frage, inwieweit die Stimmen von animierten Figuren für den Erfolg des Films mitverantwortlich sind. Angesichts der zunehmenden Beliebtheit von Animationsfilmen eine entscheidende Frage. Fox argumentiert, dass die Kosten für die Produktion von Animationsfilmen enorm steigen würden, wenn die Sprecher genauso bezahlt werden wie Schauspieler in Real-Filmen.


    Fox will sich zu Umsatz und Gewinn, den die Simpsons dem Unternehmen seit 1989 gebracht haben, nicht äußern. Eine Finanzanalyse, die die Schauspieler vorgelegt haben, geht aber von 2,5 bis drei Mrd. Dollar Gewinn seit dem Start der Serie aus. Diese Einschätzung halten Branchenkenner laut NYT für möglich, wenn man alle Einnahmequellen (Werbeeinnahmen, TV-Lizenzen im In- und Ausland, Merchandising, DVD) zusammen nimmt. Ein Teil der Einnahmen geht aber auch an Serienschöpfer Matt Groening und Produzent James L. Brooks. (pte)


    Quelle: http://derstandard.at/?id=1632228

  • Ne, is doch logisch. Die Sprecher wollen mehr Geld pro Episode. Also werden so viele Episoden produziert wie sie früher Geld für 22 Episode ausgegeben haben. Da kommen dann vielleicht 13 Episoden raus.
    Ist zwar scheisse, aber die erste Staffel hatte ja auch nur 13 Episoden.

  • Das die Simpsons ihr 16. jähriges Bestehen "feiern" find' ich toll. Aber das durch den Streik nun die Ablösung der am längsten gesendeten Serie auf dem Spiel steht oder vielleicht sogar das aus, ist einfach dämlich. Als wenn das Geld, das sie jetzt bekommen, nicht reichen würde. Was kriegen denn die deutschen Sprecher? Die geben sich doch auch zufreiden mit ihrem Geld. Nur für die Amerikaner ist diese Summe nicht genug. Um ein paar Figuren zu sinkronisieren kann man doch nicht so viel verlangen. Das sich nicht nur eine(r) damit nicht zufrieden gibt sondern gleich fast die Hälfte ist wirklich der Gipfel. Sie sollen sich am Riemen reißen um die erfolgreichste Serie wenigstens noch bis zur 20. Staffel auszustrahlen. Nicht das dann alle Springfildianer sterben müssen sowie Maude Flanders, weil ihre Sprecherin mehr Geld verlangte.

  • Quote

    Original von Phil17
    die Ablösung der am längsten gesendeten Serie


    Wie definierst du am längsten gesendete Serie? Ich glaube nämlich nicht, dass das auf die Simpsons zutrifft. Die Soap Opera Dallas in etwa hat 357 Episoden...


    Quote

    Was kriegen denn die deutschen Sprecher?


    Hoffentlich und sicherlich weniger. Soviel würden sie auch gar nicht verdienen...


    Quote

    Um ein paar Figuren zu sink[ch!]ronisieren kann man doch nicht so viel verlangen.


    Ein paar Figuren? 5 bis 6 Mann sprechen etwa 90 % aller Springfielder. Das ist eine ganz andere Sache als in etwa Schauspielern, da beim Voice Acting ein viel höherer Wert auf dem "Spiel" mit der Stimme liegt. Aber wenn man nur die deutsche Synchronfassung kennt, kann man sich das wohl nicht vorstellen.


    Quote

    bis zur 20. Staffel auszustrahlen.


    Nein. So sehr ich den Sprechern auch ihr Geld gönnen würde, aber irgendwann mus Schluß sein mit der Serie - und gerade jetzt ist eine gute Gelegenheit: Die Serie wurde aus dem Schlammloch der Scully-Jahre _halbwegs_ herausgezogen, jetzt noch eine halbe Staffel 16, dann das große Finale in einem Film und die Simpsons sterben wenigstens mit einem halbwegs wieder hergestellten Ruf. Wenn der Film gelingen sollte, können die Autoren auch noch über ein oder zwei Sequels nachdenken, aber mit der Folgenproduktion sollte man doch langsam Schluß machen, das ist man den Fans schuldig. Sonst ist es so wie mit einem Maler, der solange Farbe auf sein anfangs wunderschönes Werk klatscht bis die Leinwand aufgeweicht ist und zerreisst...

  • akbars letzte meinung ist zwar ein wenig krass, ABER ich bin seiner meinung. ein gutes ende mit einem schönen film wäre wünschenswert. das laut orf.at die lage eskaliert ist ein erstes anzeichen vom aus der simpson.
    :enttaeuscht:

  • Quote

    Original von akbar
    Wie definierst du am längsten gesendete Serie? Ich glaube nämlich nicht, dass das auf die Simpsons zutrifft. Die Soap Opera Dallas in etwa hat 357 Episoden...


    siehe hier:

    Quote

    Original von orf.at
    Damit steht auch ein schon als gesichert geltender Rekordtitel auf dem Spiel: Mit der Komplettierung der 16. Staffel hätte die gelbhäutige Comic-Familie die Serie "The Adventures of Ozzie & Harriet" (1952 bis 1966) als am längsten laufende US-Sitcom ablösen sollen

    .


    Quote

    Original von akbar
    So sehr ich den Sprechern auch ihr Geld gönnen würde, aber irgendwann mus Schluß sein mit der Serie - und gerade jetzt ist eine gute Gelegenheit: Die Serie wurde aus dem Schlammloch der Scully-Jahre _halbwegs_ herausgezogen, jetzt noch eine halbe Staffel 16, dann das große Finale in einem Film und die Simpsons sterben wenigstens mit einem halbwegs wieder hergestellten Ruf. Wenn der Film gelingen sollte, können die Autoren auch noch über ein oder zwei Sequels nachdenken, aber mit der Folgenproduktion sollte man doch langsam Schluß machen, das ist man den Fans schuldig. Sonst ist es so wie mit einem Maler, der solange Farbe auf sein anfangs wunderschönes Werk klatscht bis die Leinwand aufgeweicht ist und zerreisst...


    Ich glaube auch nicht mehr das die Simpsons bis zur 20. Staffel durchhalten. Es hätte mich auch sehr gewundert warum gerade diese Serie es fast (wenn der Streik noch mehr eskaliert) zu einem neuen Rekord schaffen würde.