FABF17 | Geächtet

  • Bewertung von FABF17 (Noten-System!) 0

    1. 6 - ungenügend (0) 0%
    2. 5 - mangelhaft (0) 0%
    3. 4 - ausreichend (0) 0%
    4. 3 - befriedigend (0) 0%
    5. 2 - gut (0) 0%
    6. 1 - sehr gut (0) 0%

    P-Code: FABF17
    Englischer Titel: Bart-Mangled Banner
    Deutscher Titel: Geächtet


    Ausstrahlung USA: 16.05.2004
    Ausstrahlung DE: 26.02.2005


    Einschaltqouten (Erstausstrahlung):
    Gebiet: D + EU
    Zielgruppe: Zuschauer ab 3 Jahren
    Folgt per Edit...


    Werberelevante Zielgruppe: Zuschauer von 14 - 49 Jahren
    Folgt per Edit...


    Inhalt:
    Die Simpsons werden wegen "unamerikanischen" Verhaltens in ein Umerziehungslager gesteckt und wandern nach Frankreich aus. Springfield versucht die Schande durch irrwitzige Projekte zu kompensieren.


    Weiterführende Links:
    FABF17 Information+Multimedia @ ULOC
    S15 Episoden-Guide @ ULOC
    Einschaltquoten-Statistik der 15.Staffel


    Reviews und Bewertung:
    Für Notenbewertungen verwenden wir dasselbe System wie schon aus drts bekannt.
    Folgende Tabelle zeigt euch mit wievielen Punkten ihr welche Note vergebt:


    Code
    1. Punkte : 15 14 13 12 11 10 09 08 07 06 05 04 03 02 01 00
    2. --------------------------------------------------------
    3. Note : 1+ 1 1- 2+ 2 2- 3+ 3 3- 4+ 4 4- 5+ 5 5- 6

    Am Ende eures Reviews bitte den Punkte-Wert in der Form "Punkte:[ ]" anfügen. (Den Wert in die eckige Klammer schreiben)
    Außerdem ist es erwünschenswert in der Umfrage abzustimmen.
    Wie bei den S14-Notenthreads werden Noten, in der richtig angebenen Form (siehe oben - Punktesystem), zu den drts Noten gezählt sofern es dort wieder Notenthreads geben sollte.


    Dieses Posting gibt es jede Woche zu der jeweils neuen Episode
    Also dann - schönes Bewerten und Review schreiben!


    Schon gelaufene S15-Episoden:
    EABF18 - Wiedersehen nach Jahren
    EABF20 - Die Perlen-Präsidentin
    EABF22 - Die Queen ist nicht erfreut!
    EABF19 - Der Dicke und der Bär
    FABF01 - Krustys Bar Mitzvah
    EABF21 - Todesgrüße aus Springfield
    FABF03 - Marge gegen Singles, Senioren, kinderlose Paare, Teenager und Schwule
    FABF04 - Häuptling Knock-A-Homer
    FABF05 - Fantasien einer durchgeknallten Ehefrau
    FABF06 - Geschichtsstunde mit Marge
    FABF07 - Milhouse lebt hier nicht mehr
    FABF09 - Klug & Klüger
    FABF02 - Eine Simpsons-Weihnachtsgeschichte
    FABF08 - Rat mal, wer zum Essen kommt
    FABF10 - Marge im Suff
    FABF11 - Die Verurteilten
    FABF12 - Hochzeit auf klingonisch
    FABF14 - Auf der Flucht
    FABF15 - Der Tortenmann schlägt zurück
    FABF13 - Die erste Liebe


    Auswertung der Review-Noten (NeSp):
    Gewertete Teilnehmer: 8
    Punktedurchschnitt: 5

  • wer hat diese folge denn gemacht: Matt Stone & Trey Parker.


    Ich mag zwar South Park auch, aber die Simpsons will ich trotzdem nicht so haben.


    Abgesehen davon mag ich es, wenn die Amis sich selber etwas kritisch betrachten (ich glaube das erste mal, dass die Bush-regierung veräppelt wird - obwoh Bush im gegensatz zu Clinton immer noch nie gezeigt wurde)


    Der Schluss: Schrecklich, wie kommt man denn auf so was (was haben die nur gekifft).

  • Ich denke, man kann diese Folge getrost als mitunter schlechteste Folge der 15. Staffel bezeichnen. Ich denke, ich muss das jetzt nciht noch weiter ausführen, oder? :(


    Ach ja, heißt Springfield jetzt immer noch "Freedeomville" und die Simpsons immernoch die "Sims"? Wir werden es wohl nie erfahren ...



    Punkte:[03]


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  • Ich muß sagen, mir hat die Folge recht gut gefallen. Natürlich, man hat arg dick aufgetragen und den früher die Serie so auszeichnenden Feinsinn weitgehend unter den Tisch fallen lassen, aber als Frontalsatire funktioniert sie erstaunlich gut. Die Handlung kommt nach einer kleinen Einleitung schnell auf den Punkt, und es wird keine Zeit für unnötige Nebenhandlungen verschwendet.


    Nachdem ich schon im Vorfeld von recht negativen Meinungen hörte, habe ich meine Erwartungen heruntergeschraubt, aber so schlimm wie angekündigt wurde es gar nicht. Gerade, weil ich dem übertriebenen Patriotismus vieler Amerikaner recht wenig abgewinnen kann, zeichnet die Episode ein gelungenes - wenn auch kitschig-comichaft übertriebenes - Bild dessen, was einem allenthalben immer wieder begegnet.


    Neben einigen eher plumpen Gags findet man auch Perlen wie die Erkenntnis der Schulschläger, daß sie im Grunde feige sind, wenn ihnen keine Angriffsfläche dargeboten wird, ansonsten aber nicht von ihrem typischen Verhaltensmuster abweichen - wunderschön ausgedrückt in einem knappen Kommentar "wir sind eben vielfältig". Auch Lisas Bemerkung, warum die Famile Amerika so sehr liebt ("weil dort unsere ganzen Sachen sind"), bringt jegliche Höhenflüge und jeglichen Pathos auf den Boden der Tatsachen zurück.


    Mittlerweile habe ich es wohl auch aufgegeben, mir krampfhaft die Subtilität vergangener Zeiten zurückzuwünschen, da reichen schon die eben erwähnten Anklänge, um die Satire als durchaus gelungen zu bezeichnen. Sie ist direkt, manchmal auch ein wenig aufdringlich, aber nicht unglaubwürdig - schon gar nicht im Umfeld der Springfielder, deren Mentalität ähnlich einfach gestrickt ist. 2-


    Punkte:[10]

  • Eine Politparodie im klassischen Stil? Feinster Zynismus, toller Humor, zum Nachdenken anregende Spitzenhandlung? Zu früh gefreut (wenn überhaupt). "Bart-Mangled Banner" muß zurecht mit der Schande leben, allgemein als schlechteste Folge der fünfzehnten Staffel zu gelten. Meine Meinung zu ihr läßt sich in zwei Aspekte aufspalten:


    Erstens ist es kein Kunststück, die politische US-Landschaft der heutigen Zeit zu parodieren - und "heutige Zeit" bezieht sich auf die Erstausstrahlung mitten im schicksalsschweren Wahljahr 2004. Allerorts pompöse Sternenbanner, unschuldige Demokraten im Gefängnis, Patriotismus in 1984-Manier - und schon kann man sein Werk als Satire bezeichnen. Tut mir leid, aber das ist mir zu übertrieben. Und es hat nichts mit politischen Überzeugungen zu tun. Meine Meinung zu George W. Bush spielt in dieser Kritik keine Rolle. Nur soviel sei gesagt: Über gute, scharfsinnige Persiflagen und geistreiche politische Witze und Anspielungen kann ich immer lachen, selbst dann, wenn sie meine eigenen Überzeugungen parodieren.


    Leider ist davon ist in dieser Simpsons-Folge nicht viel zu bemerken. Es handelt sich vielmehr um eine Frontalparodie, die die Republikaner mit teils ganz netten, meist aber nur plumpen Witzen am laufenden Band aufs Korn nimmt.


    Da werden die Simpsons etwa als unpatriotisch beschimpft, Quimby gibt der Stadt einen patriotischeren Namen, Bill Clinton wird vom Wärter mit dem Elektroschocker bestraft, Homer stapft aus Versehen in die patriotische Minigolf-Dekoration, und so weiter und so fort. Das ist stellenweise vielleicht für den einen oder anderen Lacher gut, aber... man muß kein Gerd Müller sein, um einen Elfer ins leere Tor schießen zu können, um es einmal so auszudrücken.


    Jedoch heißt es: Kein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen. Es ist bemerkenswert, daß sich die Macher trauten, so eine Folge heutzutage auszustrahlen. An Mut mangelt es ihnen nicht. Immerhin.


    Der zweite Aspekt meiner Meinung ist die wirklich verrückte Handlung. Der Anfang mit der Impfung, die Gehörlosigkeit, Barts Mißgeschick in der Sporthalle... das ist alles noch O.K. - aber ab dem Mittelteil wird's ein Fall für den Mülleimer. Es gab da einmal eine sagenumwobene, grauenvolle Alligator-Folge, in der neben viel anderem Schwachsinn die Simpsons-Familie vereint verhaftet und verurteilt wurde. Dieses traumatische Bildnis der Sinn- und Ziellosigkeit von Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie in orangen Sträflingsanzügen hat sich seitdem als Mahnmal ins Fan-Gedächtnis eingebrannt.


    In Staffel 15 feiert es ein Comeback. Sehr logisch, zwei Kinder und ein Baby (!) gemeinsam mit den Eltern in eine Zelle zu sperren. Mein Gott, was habe ich gelacht. Ha! Dann noch die Flucht durch den Tunnel und auf dem Dampfer nach Frankreich. Auf einmal leben sie in Paris und kehren am Ende als Emigranten nach Amerika zurück. Mike Scully läßt grüßen. Einfach furchtbar. Bevor man dem Zuseher so etwas antut, sollte man lieber die Laufzeit auf zehn Minuten kürzen.


    Punkte:[05]

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

  • Fangen wir mit den negativen Aspekten an.


    Nach der bei Langzeitfans allgemein sehr beliebten "Way The Weren´t" in der letzten Woche kommen wir nun zu der bei den gleichen Fans allgemein sehr unbeliebten "Bart-Mangled Banner" (siehe z.B. die Reviews auf NHC). Es fällt auf, daß gerade die Leute, die letzte Woche noch Maximalpunkte vergeben hatten, hier nun zu Minimalpunkten gegriffen hatten - was aber dem Potential und den Ambitionen der Folge auch nicht gerecht wird.


    Das große Problem der Folge ist, daß sie ihre durchaus gut gemeinte und auch wichtige Satire auf eine OFF-untypisch polterige und aufdringliche Art zu vermitteln versucht. Springfield mit seiner Anpassungs- und Mob-Mentalität ist natürlich der beste Nährboden für patriotische Auswüchse in diesen "United We Stand"-Zeiten. Daher ist es auffallend schade, daß die Folge dieses (speziell auch subtile) Potential nur wenig nutzt und sich dafür zu sehr auf "Hau-drauf"-Satire und wackiness verlagert.


    Durch die oft recht punktlos wirkende wackiness und die Scully-esquen Züge der Handlung entfernt sich die Folge IMO auch zu stark von genau der Realität, die sie theoretisch hinterfragen sollte. Alcatraz (see you on The Island), Elmo, Bill Clinton - relativ störende Elemente in einer prinzipiell interessanten Sozialsatire. Die Charaktere bleiben flach, aber das wäre hier aufgrund des Gesamtansatzes entschuldbar.


    Neben den zumindest halbwegs themenbezogenen Gags gibt es leider auch einige Füllgags, die schlicht und einfach doof sind - Homer fällt das Essen aus dem Mund, Homer prügelt sich mit sich selbst etc.


    Kommen wir zu den positiven Aspekten.


    Trotz dieser Kritikpunkte hat die Folge durchaus auch positive Seiten. Wer hier Minimalpunkte vergibt, der argumentiert IMO an der Bandbreite der Möglichkeiten der Serie vorbei. Satirische Folgen sind wichtig und es ist überaus positiv, daß sich die Serie nach Mainstream und bravem Sitcom-Geplänkel (damit meine ich auch Teile von S15) auch wieder an Themen von sozialer und politischer Substanz heranwagt. Die Ausführung ist alles andere als perfekt, aber der Schritt an sich ist richtig.


    Auch wenn die Folge den Begriff Subtilität sicher nicht erfunden hat, gibt es einige nette Einfälle und Seitenhiebe im Detail. Als Beispiel etwa die Bullies ("We´re complex"), die Seitenhiebe auf eine Instrumentalisierung von Medien und Kirche oder zum Schluß hin Lisas rein sachlicher Amerika-Kommentar "...but mostly it´s where all our stuff is" fern jeglichem Patriotismus. An diesen Stellen und einigen mehr zeigt die Folge ihr leider zu oft ungenutztes Potential.


    Desweiteren haben wir auch nettere Oneliner und Schilder, siehe etwa "Is God Patriotic Enough?" oder auch Skinners Vietnam-Satz "Americas only losing war" und Homers amüsante "To date"-Ergänzung. Diese ganze US-Veräppelung über dem Abspann noch mit Neil Diamonds optimistischem Song "Coming To America" zu untermalen, ist auch eine nette Idee.


    Fazit: es ist eine Seltenheit in S1x, daß sich eine Episode derart umfassend einem aktuellen sozialen/politischen Thema widmet. Es ist leider keine Seltenheit in S1x, daß die Umsetzung dem Potential des Ansatzes nicht gerecht wird. Guten Ideen und interessanten Aspekten steht neben einer übermäßigen wackiness vor allem die OFF-untypische Aufdringlichkeit der Aussage gegenüber. Hätte ganz vorne dabei sein können, in dieser Ausführung aber nur freundliche Note 3-.


    Chris

  • Also die Katastrophen-Episode blieb aus.War aber dennoch nicht grad gut.


    Muss aber auch sagen bis so zur Hälfte war die Folge doch echt nicht schlecht.Der Anfang mit dem Impfen war ganz unterhaltsam auch wenn es total übertrieben war.


    Es gab viele lustige Dialoge wie „Der Vietnam-Krieg” der bisher einzigste verlorere Krieg :Homer: Bis heute! ;)
    Auch das U-ASS-A war find ich ganzr geistreich.Oder Homer wie er sagt „Niemand nennt mich unpatriotisch” und dann trampelt er an den US Symbolen.Bill Clinton war auch recht geil(wie eigentlich immer wenn er auftritt).AM geilsten aber das arabische Land wo die Bilder von Homer hochgehalten haben und ihn vergöttert haben.Das war witzig.


    Das ganze Thema ist eigentlich ganz gut getroffen.Können es als Europäer sicherlich nicht so nachempfinden was da in den Staaten los ist.
    Wie gesagt zur Hälfte durchaus gut(von den bescheuerten Szenen wie den Zehennägel oder dem Esel-Basketball abgesehen) aber ab dem Zeitpunkt wo die im Knast waren(wie oft denn noch???) ging es sehr steil nach unten.Das Lied fand ich auch nicht gut,oder Homer wie er beim schwimmen diesen Seehund frisst.Und der Schluss mit Frankreich und der Immigration, war einfach grauenhaft.


    Hätten die bloss früher Schluss gemacht.


    Punkte:[07]

  • also ich fands auch nicht gerade gut, mir haben irgendwie die unterschiedlichen Geschichten der verschiedenen Charaktere gefehlt. Es war halt eine Geschichte die die ganze Family durchlebt hat.
    alles in allem fand ichs eher langweilig

    american beer is like making love in a canoo - it's fucking close to water

    Monty Python

  • Einfach schrecklich diese Episode. Auf jeden Fall eine der miesesten der 15. Staffel. Was schon mit so viel Schwachsinn anfängt, wie mit Barts Impfung und Dr. Hibberts Jagd nach ihm - was soll den Leute denken, die sich Simpsons zum ersten mal seriös anschauen??? Weiter gehts mit Barts plötzlicher Taubheit. Dann die Lehrer auf den Eseln oder Mulis. Barts seltsame Haltung vor der Flagge, als ihm die Hose runterrutscht - einfach dämlich. Man kann die Episode echt als "Homer Bad Man" in schlecht bezeichnen. So reagieren Medien und Mitmenschen so übertriebe ächtend, obwohl Bart schon viel schlimmeres angestellt hatte. :rolleyes:
    Der Rest der Episode ist genauso zu vergessen. Simsons wieder im Gefängnis, Homer, der rumalbert und ein beschi*** Ende!
    Wer an dieser Episode noch irgendwas Gutes erkennt hat echt keine Ahung von Tiefgang und Satiere.


    Note: 5-

    Strawberries cherries and an angel's kiss in spring
    My summer wine is really made from all these things

  • Ohne wie ein Klugschitter wirken zu wollen:
    Ich habs doch gesagt, dass es den Bach hinunter geht (das habe ich gefühlt, die Logik liegt mir nahe).
    Das wollte ich noch loswerden.
    An alle, die die neuen Folgen nicht mehr mögen: schaut Ihr auch nicht mehr oder kämpft Ihr Euch noch tapfer durch?


    Wem die Folgen dennoch gefallen, der möge ruhig schauen, dies ist keine Aufforderung, so zu handeln wie ich. Es ist nur eine Meinung. Mal im Ernst, wenn ich schon im Text von PRO7 lese um was es geht, denke ich erst einmal nach und lehne dann ab. Auch wenn ich eine Folge nicht kenne, aber ich habe eine rege Fantasie und ein gutes Entwicklungsgefühl.


    Da kann selbst Lou nicht mehr meine Gunst locken. Gomen ne!

  • Quote

    Ich habs doch gesagt, dass es den Bach hinunter geht (das habe ich gefühlt, die Logik liegt mir nahe).


    Das fällt dir jetzt auf, wo es wieder besser wird? Uns ist das vor fünf Jahren aufgefallen, aber doch nicht in der 15. Staffel. Da gab es zu Staffel 11 Zeiten schon wesentlich schlimmere Fälle.

  • Quote

    Original von KANG
    Wer an dieser Episode noch irgendwas Gutes erkennt hat echt keine Ahung von Tiefgang und Satiere.


    Naja, das ist IMO doch eine sehr grobe Verallgemeinerung. Satire bedeutet, der Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Was in dem Spiegel zu sehen ist, kann bzw. sollte durchaus übertrieben oder abstrahiert sein, um Ausage und Wirkung zu erhöhen.


    Und nichts anderes macht diese Folge. Sie macht es in einer für OFF teilweise untypischen Art und mit einigen Fehlern, aber IMO bei weitem nicht so schlecht, wie behauptet wird. Es war leider ein programmtaktischer Fehler, diese Folge gleich nach "Way We Weren´t" zu zeigen, das führte IMO zu unfairen Bewertungen, da der Stilbruch zwischen beiden zu grob ist.


    Eine übertriebene Ächtung für kleinere Vergehen ist nichts neues, es ist ein üblicher Effekt in der Mob-Mentalität von Springfield. Matt Groening selbst hat (glaube ich) auch gesagt, daß jenes Mob-Denken immer wichtiger Teil des satirischen Gesamtkonzepts war. Es ist auch nicht typisch S1x, neben "Homer Bad Man" könnte man als weiteres Beispiel auch "Bart´s Girlfriend" nennen (usw.)


    Was die immer wieder auftauchende Kritik am Schluß betrifft: der Schluß ist nicht so dämlich, wie er auf den ersten Blick wirkt. Zum einen ist Lisas materialistischer "It´s where all our stuff is"-Satz (wie Andreas schon sagte) eine Pathos-Dekonstruktion par excellence in klassischer Tradition. Sehr schön.


    Das Schlußbild mit der Einwanderer-Ankunft im Stil 19. Jahrhundert geht in seiner Aussageebene IMO auch tiefer (Vergangenheit der USA als Einwandererland vs Repression und Patriotismus als Überlegenheitsdenken? Oder aber die Tatsache daß "frisch patriotisierbare" Einwanderer einfach willkommener sind? Wer weiß. Trotz wackiness und Diskontinuität offen für Interpretation.) Und das ist IMO in gewissem Rahmen auch eine Form von satirischem Tiefgang.


    Die Folge macht Fehler und meine 3- halte ich für angemessen, ich hatte aber durchaus auch über eine bessere Note nachgedacht. Wir sind nicht mehr in S12 und das ist keine Folge, die es verdient, mit Scully-Mainstream gleichgesetzt zu werden. Dafür steckt viel zu viel in der Ambition und sogar teilweise zwischen den Zeilen.


    Also bitte keine Aussagen der Art "wer sowas gut findet, der hat echt keine Ahnung von Satire".


    Chris

  • Quote

    Original von Sandro
    Das fällt dir jetzt auf, wo es wieder besser wird? Uns ist das vor fünf Jahren aufgefallen, aber doch nicht in der 15. Staffel. Da gab es zu Staffel 11 Zeiten schon wesentlich schlimmere Fälle.


    Du sagst es laut und überdeutlich.


    S11 ist zwei Klassen schlechter als S15. Die schlechtesten S15er wären in S11 immer noch ca. schlechteres Mittelmaß. Außerdem ist selbst in den miesen S15ern die Charakterisierung noch halbwegs annehmbar, und das sehe ich als Fortschritt.


    Wem die Charaktere an sich ziemlich egal sind, der sieht es natürlich nicht als Vorteil, und dafür erscheinen andere Probleme (recht wenig guter Humor, noch immer teilweise Chaos-Plots, eine gewisse Farblosigkeit) umso größer.

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

  • Quote

    Original von Hacki
    Fortschritt.


    Wenn ich also das Flugzeug erfinde, später Düsenjets baue,
    vor kurzem auf die Entwicklung vor dem Rad zurückfalle und mich heute in Kutschen fortbewege ist das also Fortschritt? aha.... mhhh mhhh...



    sorry, wegen meinem Zynismus.

    Strawberries cherries and an angel's kiss in spring
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  • Quote

    Original von KANG
    Wenn ich also das Flugzeug erfinde, später Düsenjets baue,
    vor kurzem auf die Entwicklung vor dem Rad zurückfalle und mich heute in Kutschen fortbewege ist das also Fortschritt?


    Ja. Die Kutsche ist im Vergleich zum einfachen Rad ein Fortschritt.


    Außerdem ist die Metapher viel zu übertrieben. Die Charakterisierung in Jeans S13-S15 ist nicht so viel schlechter als die von Mirkins S5-S6. David Mirkin hatte zwar den viel (!) besseren Witz laufen und stabilere und durchdachtere Geschichten vorzuweisen, aber sein Umgang mit den Charakteren war nicht so gut wie in den klassischen Jahren vor und nach ihm. Abgesehen von ein paar Höhepunkten wie Lisa's Wedding natürlich. Düsenjet? Na ja.

    "Von allen politischen Idealen ist der Wunsch, die Menschen glücklich zu machen, vielleicht das gefährlichste." -- Karl Popper

  • Naja, ich muss sagen, beim zweiten Mal hat mir die Episode ein bisschen besser gefallen. Die vielen schlechten Kritiken beruhen sicher darauf, dass eine Woche vorher "The Way We Weren't" lief, aber auch daran, dass die Erwartungen eine Folge, die endlich Bush auf's Korn nimmt (bis jetzt gab's ja höchstens ein paar Oneliners) ziemlich hoch waren. Man hatte sogar gehofft, Bush selber würde auftauchen. Da greift man natürlich zunächst zu extremen Wertungen, wenn die Episode nicht so wird, wie man gehofft hatte. Aber trotzdem, ich bleibe bei meiner 4, nur statt einer 4- gebe ich eine 4+. Das liegt daran, dass ich im Nachhinein, nach mehrfachem Anschauen, zugeben muss, dass der Mittelteil nach dem Eselbasketball bis zur Kirchenszene ziemlich gut waren und auch gute Satire vorhanden ist. Doch ich bleibe bei meiner Meinung: Der Anfang mit den Impfungen war sehr cartoonhaft, der taube Bart noch schlimmer (wobei Skinners Fotos schon komisch waren). Ebenso finde ich das Ende wie viele andere nicht so gut. Die Simpsons werden das x-te Mal verhaftet, fliehen nach Frankreich, kommen als Einwanderer wieder zurück. Gähn.

  • Quote

    Das fällt dir jetzt auf, wo es wieder besser wird? Uns ist das vor fünf Jahren aufgefallen, aber doch nicht in der 15. Staffel. Da gab es zu Staffel 11 Zeiten schon wesentlich schlimmere Fälle.


    Du sagst es laut und überdeutlich.


    S11 ist zwei Klassen schlechter als S15. Die schlechtesten S15er wären in S11 immer noch ca. schlechteres Mittelmaß. Außerdem ist selbst in den miesen S15ern die Charakterisierung noch halbwegs annehmbar, und das sehe ich als Fortschritt.




    Ok, ja - da die 11. wieder angelaufen ist, muß ich zugeben, dass die
    meisten Folgen darin total mies sind. Aber in meinen Augen auch seit der 13. Und das ist meine Meinung. Wenn Ihr eine andre habt, dann ist das ja auch gut so. Aber - es gibt nur wenige, gute Momente in der 11. und 12.; Momente, keine ganzen Folgen! Ich habe nur Angst, dass es entgültig niveaulos wird. Was ich überhaupt nicht leiden kann ist, wenn es total dämlich und albern wird (vom sexistischen mal abgesehen!), z.B. ein gewisser Cop mit "Weizenspoiler" in einem total bescheuerten Kostüm und ein paar Durchgedrehte hauen mit Holzlatten auf ihn drauf. Total geschmacklos und so was von albern. Oder die Szene beim "tollsten" Hund der Welt. Nutten und Drogen. Na toll. Ich frage mich, ob die Autoren manchmal selber was nehmen und dann im Rausch ne Folge produzieren.


    Gehört zwar jetzt nicht zu dieser EPI, aber ich mußte das mal ausspeien.

  • Servus! Kurze Kritik an euch auch wenn es vll ein wenig anmaßend klingt


    Sehr häufig betonen alle in diesem Forum wie das Nieveau runter gegangen ist. Aber bringt es wirklich der Vergangenheit und den guten Folgen nachzutrauern? Ich kann mir nicht vorstellen dass die Autoren wieder zu ihrer Subtilität zurück kehren. Also finde ich sollte man versuchen, auch an den neuen Folgen was positives zu sehen egal wie schlecht sie doch sind


    MFG


    Andy